GLOBALGESCHICHTE AACHEN
Stadtgeschichte in globaler Perspektive
Dass wir heute in einer global vernetzten Welt und Gesellschaft leben, ist allgemein anerkannt. Doch warum die Welt so aussieht, wie sie aussieht, lässt sich erst durch den Blick in die historische Perspektive wirklich erklären: Die Gegenwart ist das Resultat von Prozessen, die vor über 500 Jahren mit europäischer Expansion, Kolonialismus und der Entstehung des ersten globalen Weltsystems angestoßen wurden.
Geschichte passiert immer vor Ort – doch viele Entwicklungen lassen sich erst dann verstehen, wenn man das lokale Geschehen in globale Zusammenhänge und Verflechtungen einordnet.
Auch in einer Stadt wie Aachen finden sich zahlreiche Spuren, die zeigen, wie eng die eigene Stadtgeschichte mit globalen Machtstrukturen, Handelsbeziehungen und imperialen Entwicklungen verknüpft ist.
Mein Ansatz
In meinen Angeboten greife ich Geschichte vor Ort auf und lege globale Verbindungen und Verflechtungen offen. Viele Orte und Gebäude, denen Menschen im Alltag täglich begegnen, werden dadurch aus einer neuen Perspektive sichtbar.
Das Ziel ist eine lebendige Geschichtsvermittlung, die lokale Spuren in den globalen Kontext einordnet:
- Quellenbasiert & aktuell: Die Vermittlung basiert auf der Auswertung historischer Originalquellen aus Archiven, abgeglichen mit aktueller Forschungsliteratur und ergänzt durch gezielte Exkurse in den globalen Raum.
- Widerstand & Handlungsmacht: Menschen in den (ehemaligen) Kolonien oder im globalen Süden werden nicht als passive Opfer dargestellt. Stattdessen rücken ihre Handlungsmacht (Agency), ihr Widerstand und historische Gegenstimmen in den Blick, mit denen Quellen kontrastiert werden.
- Kritisch & multiperspektivisch: Der Ansatz bricht hegemoniale und eurozentrische Perspektiven auf, um neue, unerwartete Blicke und kritische Reflexionsräume auf die Aachener Stadtgeschichte zu eröffnen.
Stadtrundgänge
Zwei Stunden, die den Blick verändern: Als kritische Spurensuche an originalen Schauplätzen führen die Rundgänge durch Aachen. Gestützt auf Originalzitate und Archivalien machen sie globale Verflechtungen und koloniale Kontinuitäten im vertrauten Stadtbild direkt sichtbar – mit einem bleibenden Effekt: Wer so durch die Stadt geht, sieht die vertrauten Straßen danach mit anderen Augen.
Workshops & Seminare
Vom kompakten Kombi-Angebot (Workshop & Rundgang) bis hin zu intensiven Projekttagen biete ich verschiedene Formate für eine vertiefte Auseinandersetzung an. Die thematische Bandbreite reicht dabei von den historischen Wurzeln europäischer Kolonialgeschichte bis hin zu aktuellen Diskursen.
👉 [Zu den Workshops & Seminarbausteinen]
Zielgruppen
Meine Angebote wurden in den vergangenen Jahren vielfach von unterschiedlichsten Trägern gebucht – darunter Einrichtungen der historisch-politischen Bildung, kirchliche Organisationen, Bildungsträger, Hochschulen sowie Initiativen aus dem Bereich der Entwicklungszusammenarbeit.
Grundsätzlich richten sich die Formate an junge Menschen ab der Sekundarstufe II (ab 16 Jahren), Studierende, Fachkräfte, zivilgesellschaftliche Initiativen und historisch interessierte Erwachsene.