STADTRUNDGÄNGE

Global- und kolonialgeschichtliche Spurensuche vor der Haustür

Zwei Stunden, die den Blick verändern: Die Stadtrundgänge bilden das Herzstück meines Bildungsangebots. Sie nutzen den Aachener Stadtraum als „begehbares Archiv“: Wir suchen konkrete historische Orte auf, um die oft unsichtbaren Verbindungen zwischen lokaler Stadtgeschichte, europäischem Kolonialismus und globalen Verflechtungen direkt vor Ort erfahrbar zu machen.

Auf Basis intensiver Archivrecherchen sind vier spezialisierte Routen entstanden. Die folgenden Links führen zu den ausführlichen Beschreibungen der jeweiligen Angebote.

📺 Im WDR Fernsehen: Ein Blick in die Praxis

WDR Lokalzeit Aachen (20.03.2025)
Das WDR Fernsehen hat einen meiner postkolonialen Stadtrundgänge durch die Aachener Innenstadt begleitet. Erhalten Sie im Videobeitrag einen ersten Einblick in die Vermittlungsarbeit und die Stationen vor Ort.
👉 [Zum WDR-Videobeitrag in der Mediathek]

 

Die vier Routen im Überblick

 

  • Kolonialbewegte Frauen – Akteurinnen & Netzwerke
    Kolonialismus wird oft als reine Männersache betrachtet. Doch auch Frauen spielten von Anfang an eine zentrale Rolle – als Aktivistinnen in der Kolonialbewegung, Missionarinnen oder Schriftstellerinnen. Der Rundgang spürt diesen Geschichten nach und beleuchtet gleichzeitig die Rolle der Frauen aus den Kolonien. Dabei richtet sich der Blick stets auch auf die Stimmen des Widerstands: von der Kolonialzeit bis in die Gegenwart. 
    👉 [Zur ausführlichen Routenbeschreibung & den Stationen]

 

  • Weltmachtträume hinter Aachener Fassaden
    Dieser Rundgang spannt den Bogen vom Ersten Weltkrieg über die unfriedliche Zwischenkriegszeit bis nach 1945. Anhand konkreter Schauplätze in Aachen werden die ideologischen Kontinuitäten deutscher Weltmachtambitionen und die weltweiten Verflechtungen analysiert. Dabei rücken konsequent auch asiatische und afrikanische Gegenstimmen und die Handlungsmacht der Betroffenen in den Mittelpunkt.
    👉 [Zur ausführlichen Routenbeschreibung & den Stationen]

 

  • Das welt(liche) Reich – Mission & Kolonialismus
    Mission und europäischer Kolonialismus waren von Anfang an eng miteinander verflochten – ein komplexes und ambivalentes Verhältnis zwischen Kritik an Gewalt und Profitieren von Herrschaft. Auch in Aachen war die Mission im Stadtbild präsent: durch das Missionsmuseum, die Missionszentrale, Ausstellungen und den Katholikentag 1912. Der Rundgang spürt diesen vergessenen Orten nach und bricht eurozentrische Perspektiven auf, indem er konsequent die Handlungsmacht (Agency) und die Biografien von Akteuren aus dem Globalen Süden in den Mittelpunkt rückt.
    👉 [Zur ausführlichen Routenbeschreibung & den Stationen]

 

Vermittlungsansatz & Didaktik

Die Vermittlung auf allen Rundgängen erfolgt konsequent quellenbasiert und multiperspektivisch: Durch Zitate, historische Dokumente, Bildquellen und gezielte Exkurse werden historische Machtstrukturen wie auch die Stimmen des globalen Widerstands greifbar rekonstruiert. 

Erfahren Sie unter [PERSON • ANSATZ • REFERENZEN] mehr über den dekonstruierenden Umgang mit historischen Quellen, den sensiblen Umgang mit rassistischer Sprache sowie die didaktische Einbettung der Rundgänge.

 

Allgemeine Informationen & Rahmenbedingungen

  • Ort & Dauer: Alle Rundgänge führen durch die Aachener Innenstadt und dauern ca. 120 Minuten.
     
  • Zielgruppe: Historisch interessiertes Fachpublikum, Studierende, Volkshochschulen (VHS), NGOs, kirchliche Träger, Fachteams sowie Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren (Sek II).
     
  • Durchführung: Exklusiv für geschlossene Gruppen nach individueller Terminabsprache.

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